Verwalten · Leitfaden · 3 Min.
Übergabe gut vorbereiten
Ein ruhiger Termin beginnt Tage vorher: mit klaren Rollen, geprüften Räumen und Zählerständen, die später niemand anzweifeln muss.
Termin und Beteiligte festlegen
Eine Wohnungsübergabe gelingt selten spontan. Legen Sie Datum und Uhrzeit früh fest und planen Sie mindestens eine Stunde ein, bei größeren Wohnungen entsprechend mehr. Klären Sie vorab, wer anwesend sein wird und wer im Zweifel Entscheidungen treffen darf.
Teilen Sie allen Beteiligten mit, was sie mitbringen sollen: vorhandene Schlüssel, den bisherigen Mietvertrag oder das letzte Protokoll und, falls vorhanden, Fotos vom Einzug. So vermeiden Sie, dass der Termin wegen fehlender Unterlagen verschoben werden muss.
Räume in fester Reihenfolge prüfen
Gehen Sie die Wohnung immer in derselben Reihenfolge durch, zum Beispiel vom Eingangsbereich über die Wohnräume bis zu Küche und Bad. Eine feste Route verhindert, dass ein Raum vergessen wird, und macht Protokolle verschiedener Termine vergleichbar.
Notieren Sie je Raum knapp, ob er ohne Befund ist oder einen Mangel aufweist. Ein guter Eintrag beschreibt Ort, Art und Umfang, etwa „Silikonfuge an der Dusche auf ca. 30 cm gelöst“. Allgemeine Formulierungen wie „Bad renovierungsbedürftig“ helfen später kaum weiter.
Zähler und Schlüssel sauber erfassen
Lesen Sie alle Zählerstände gemeinsam ab und tragen Sie neben dem Wert auch die Zählernummer ein. Nur so lässt sich der Stand später eindeutig dem richtigen Gerät zuordnen. Ein Foto der Anzeige ist eine sinnvolle Ergänzung.
Zählen Sie Schlüssel getrennt nach Art: Haustür, Wohnungstür, Briefkasten und gegebenenfalls Keller. Eine Gesamtzahl verschleiert, welcher Schlüssel fehlt. Halten Sie außerdem fest, ob Schlüssel nachgemacht wurden oder einer Schließanlage angehören.
Abschließen und nachverfolgen
Lesen Sie das Protokoll am Ende gemeinsam durch, bevor Sie es abschließen. Festgestellte Mängel sollten nicht im Protokoll liegen bleiben: Übertragen Sie jeden Mangel als eigene Aufgabe mit Objekt- und Einheitsbezug, damit Zuständigkeit und Erledigung nachvollziehbar bleiben.
Vermerken Sie auch, welche Punkte bewusst nicht geprüft wurden, etwa weil ein Raum verstellt war. Ein ehrlicher Eintrag „nicht geprüft“ ist später hilfreicher als ein ungesichertes „ohne Befund“. Planen Sie für offene Punkte einen kurzen Folgetermin ein, statt sie stillschweigend als erledigt zu betrachten. So bleibt das Protokoll eine verlässliche Grundlage für alle Beteiligten.
Checkliste
Nächster Schritt
Prüfen Sie den Beitrag direkt an einem Objekt aus der Demo: Übergabe vorbereiten.